Fastenweg in Gärtringen - zum Misereor Hungertuch 2021

 

Krisen in der Welt, unsere aktuelle Krise, stellen uns vor schwierige Situationen. Das neue Hungertuch befasst sich mit dieser Thematik. Die chilenische Künstlerin Lilian Morena schuf es zu Beginn der Pandemie. Es lädt uns ein, uns von der künstlerischen Gestaltung und dem Titel ansprechen zu lassen und uns damit auseinanderzusetzen.

 

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“

Gott öffnet uns einen weiten Raum und gibt uns einen festen Stand, und somit auch einen Blick ins Weite. Vielleicht hilft ein anderer Blickwinkel, um uns aus Hilflosigkeit, Ängsten und Starrheit zu befreien.

 

An den Fastensonntagen wollen wir einzelne Elemente der Gestaltung des Hungertuches genauer in den Blick nehmen.

 

1. Fastensonntag

 

Klagen tut gut – In der 1. Fastenwoche schauen wir auf die schwarzen Kohlelinien

 

Sie symbolisieren den Schmerz, die Hilflosigkeit.

Sprechen wir es aus, erzählen wir davon.

Aber die Linien wirken auch leicht und beschwingt –

das sagt uns: es bleibt nicht immer so.

 

 

Sie sind herzlich eingeladen, in der Kirche das Gebetsbild zum Hungertuch mitzunehmen

2. Fastensonntag

 

Probieren was immer noch geht – In der 2. Fastenwoche schauen wir auf den ganzen Fuß

 

Füße tragen uns, geben Stabilität.

Nutzen wir die Möglichkeiten, die wir haben,

freuen wir uns an dem, was geht!

 

 

Sie sind herzlich eingeladen, in der Kirche einen kleinen Fuß aus Modelliermasse mitzunehmen. Vielleicht kann er Sie unter der Woche an diese Gedanken erinnern.

3. Fastensonntag

 

Was ist trotz allem schön – In der 3. Fastenwoche  schauen wir auf den mittleren, den gelben Teil des Fußes

 

Was lässt uns durchatmen, aufatmen –

wie, wo erleben wir lichtvolle Momente?

 

Sie sind herzlich eingeladen, in der Kirche eine Liedkarte mit dem Lied:  „Weite Räume meinen Füßen“  - mitzunehmen.

4. Fastensonntag

 

Kontakte pflegen –  In der 4. Fastenwoche schauen wir auf die Goldfäden

 

Diese Fäden sind dünn, aber sie verbinden, verknüpfen, sind wertvoll.

So ist es auch mit unseren Kontakte zu unseren Mitmenschen – zu allen Zeiten.

Spinnen wir an unserem Kontaktenetz, lassen wir diese wertvollen Fäden nicht abreißen: telefonieren wir, schicken Briefe, Päckchen oder Emails….

 

 

Sie sind herzlich eingeladen, in der Kirche einen Goldfaden mit Perlen darin mitzunehmen. Knüpfen Sie Kontakte.

5. Fastensonntag

 

Neu anfangen – In der 5. Fastenwoche schauen wir auf die goldenen Blumen

 

Blumen zeigen uns auf ganz besondere Weise die Schönheit und Vielfalt der Natur.

Sie blühen immer wieder neu, sind ein Teil der Schöpfung und weisen uns darauf hin:

Gott schenkt neues Leben, schenkt Kraft.

 

Sie sind herzlich eingeladen, in der Kirche eine Tüte mit Blumensamen mitzunehmen. Säen Sie neues Leben.

6. Palmsonntag

 

Klären, was wichtig ist – Am 6. Fastensonntag suchen wir unseren eigenen Blickwinkel auf das Bild

 

Welcher Aspekt, welcher Blickwinkel spricht mich am meisten an?

Wofür würde ich mich  entscheiden – im Blick auf das, was war

und im Blick auf das, was kommt.

 

Sie sind herzlich eingeladen, in der Kirche eine Textkarte zu diesem Gedanken mitzunehmen.