Nachbericht Jakobsweg 2017

Am 28.Oktober machte sich wieder eine Gruppe von 16 Jugendlichen aus der Seelsorgeeinheit auf den Weg nach Schwarzenburg, um an das Wegstück vom letzten Jahr anzuschließen.

In Schwarzenburg waren wir Gast in der reformierten evangelischen Gemeinde. Bei perfektem Wanderwetter und strahlendem Sonnenschein konnten wir nach einer guten Nacht am nächsten Tag die erste Etappe nach Fribourg in Angriff nehmen. Diese führte uns durch wunderschön herbstliche Laubwälder immer tiefer ins Tal. Der geübte Wanderer weiß es – nach dem Abstieg ist der nächste Aufstieg nicht weit und so sammelten wir unsere letzten Kräfte um in der sehr schönen Altstadt von Fribourg die Kathedrale zu erreichen und damit gefühlt schon am Ende unserer ersten Etappe zu sein. Bis wir nach Sonnenuntergang an unserer nächsten Unterkunft, der Kirchengemeinde von Villiars-sur-Glâne ankamen, waren dann aber doch noch ein paar Schritte zu laufen.

Im sehr modernen und großzügigen Gemeindehaus verbrachten wir einen schönen Abend und eine geruhsame Nacht.

Am nächsten Morgen ging es dann bei herrlicher Fernsicht auf die nächste Etappe von Fribourg nach Romont. Dieses Wegstück führte größtenteils über Wiesen und Felder. Da wir die im Pilgerbuch beschriebene heilende Quelle leider verpasst haben kamen wir teilweise doch mit der ein oder anderen ordentlichen Blase in unserem Nachtquartier, einem Bunker, an.

Wer noch nie in einem solchen geschlafen hat kann es vermutlich nur schwer nachempfinden, ABER es dauert morgens tatsächlich Stunden länger um wach zu werden. Und so machten wir uns mit einiger Verspätung auf den Weg. Die französischen Alpen im Blick führte uns der Weg durch hügelige Landschaft nach Montpreveyres. Weil spätes Aufstehen auch immer spätes Ankommen nach sich zieht erreichten wir unsere nächste Unterkunft erst bei vollkommener Dunkelheit. Das letzte Stück des Weges verlangte uns nochmal einiges ab und wir waren doch sehr dankbar, dass man mit Handys nicht nur telefonieren sondern auch Licht machen kann J In unserer Unterkunft wurden wir sehr freundlich und mit Kuchen und gutem Wein empfangen, was dann auch die Strapazen des Tages schnell vergessen ließ.

Das nächste Stück war dann etwas erholsamer, da kürzer, und so konnten wir viele Pausen einlegen und die Aussicht und Umgebung genießen. Über Lausanne erklommen wir noch einen Holzturm, wo uns eine wunderbare Aussicht über den Genfersee und bis in die Berge entlohnte. Da ein klassischer Badeausflug zum Jakobsweg einfach dazugehört und allem Anschein nach der See gar nicht so weit von unserer Unterkunft entfernt war, machten wir uns am Abend noch auf den Weg ans Wasser. Wer schon einmal in Lausanne war, hätte uns wahrscheinlich warnen können… Die Stadt ist ziemlich steil und so war es mehr als glücklich, dass wir Autos hatten die die erfrischten Badegäste dann wieder zurück zur Unterkunft fahren konnten, sonst wäre der ein oder andere vielleicht doch noch verhungert ;)

Die letzte Etappe führte und dann durch Lausanne wieder hinunter an den See und immer am Ufer entlang. Bis wir zur Mittagszeit und nach einer ausgedehnten Vesperpause dann die Rückreise antraten. Um irgendwann von hier aus wieder weiterzulaufen…

Ein herzliches Dankeschön gilt neben den Gemeinden die uns so herzlich aufgenommen haben, an das Vorbereitungsteam und alle Fahrer!

Bericht: Greta Wycisk